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Beitragvon ChrisD » 4. Mär 2008, 00:32


Das DIR-System (deutsches DIR-FAQ),


oder der Versuch dieses System zu erklären
Inhaltsverzeichnis
Was versteht man unter DIR ?
Worum geht es bei dieser Webseite ?
Woher stammt das DIR-System ?
Wo versagt das System ?
Warum wird aus dem Automat mit dem langen Schlauch geatmet?
Warum wird der lange Schlauch nicht mit Gummis an der Flasche festgemacht ?
Ist es nicht gefährlich seinen Hauptautomaten wegzugeben ?
Wie ist die Schlauchführung des primären Automaten ?
Kann man sich mit dem langen Schlauch nicht strangulieren ?
Warum ist der lange Schlauch an der rechten ersten Stufe ?
Wie wird der Backup-Automat konfiguriert ?
Wofür benötigt man eine Absperrbrücke ?
Warum sind die Stagetanks meist alle links ?
Welche Wings und Backplates sind geeignet?
Welche Masken ?
Welche Flaschen?
Blei
Welcher Anzug ist der Richtige ?
Wohin kommt der Fini ?
Welche Haupt-Lampen eignen sich fürs DIR-Tauchen ?
Und wie ist es mit Backup-Lampen ?
Welche Ventile sollten an den Flaschen sein ?
Bottom-Timer oder Computer ?
Welche Gas-Qualität zum Mischen ??
Welche Gase werden verwendet ?
Verbindungstechniken, Kabelbinder und Metall-Metallkopplungen

1 Was versteht man unter DIR ?
DIR ist das Akronym für Doing It Right, also "Mach es richtig". Dieser Ausruf hiess eigentlich "Do it right, or don´t do it all", also "Mach es richtig, oder lass es ganz bleiben".

2 Worum geht es bei dieser Webseite ?
Diese Seite soll das Gesamtkonzept von DIR erläutern und aufzeigen, warum dieses System für betauchbare Höhlen so erfolgreich ist. Ferner geht es darum, dem Leser klar zu machen, warum dieses System nur als Ganzes eingesetzt werden kann.

3 Woher stammt das DIR-System ?
Man führt das DIR-Konzept als Weiterentwicklung des Hogarthian-Systems auf George Irvine zurück, den Projekt-Direktor des Woodville Karst Plain Project (WKPP). Diese Höhlentauchgruppe in Florida hat durch zahlreiche Expeditionen den Erfolg dieses taucherischen Konzepts bewiesen. Es ist eine Evolution des Hogarthian-Systems, welches auf Bill Hogarth Main zurückzuführen ist. Leider findet sich hier in deutschen Büchern oft das Wort Holgarth, statt Hogarth, was schlicht und einfach falsch ist.

4 Wo versagt das System ?
Das DIR-Konzept ist für das team-orientierte Tauchen gedacht. Ferner funktioniert es nur, wenn alle im Team das System verstanden und umgesetzt haben. Es ist nur für Tauchgründe gedacht, die auch durchgängig betauchbar sind, also nicht für sogenannte Lauf-Höhlen. Entgegen anders lautenden Gerüchten eignet es sich sehr gut auch für das Tauchen im Meer, bzw in Wracks. Es funktioniert nicht, wenn einzelne Bausteine weggelassen, oder modifiziert werden. Einige Dinge erscheinen zunächst evtl. merkwürdig, aber es ist ein komplett logisches und bewährtes Gesamtsystem.

5 Warum wird aus dem langen Schlauch geatmet ?
Es gibt immer noch technische Taucher, welche die normalen Schlauchlängen an Ihren Systemen haben. Dies mag für ausschliessliche Solotaucher auch OK sein, denn hierfür ist das System nicht konzipiert worden. Bereits aus dem Sporttauchbereich kennen viele Taucher (zumindest gestellte) "Ohne-Luft-Situationen". Diese werden hier der Verkürzung wegen OOA-Situationen genannt (Out-of-air). Bei den meisten Verbänden wird gelehrt, den sogenannten Oktopus am 90cm langen Schlauch zum Empfänger zu geben. Wer sich hierbei schon das Genestel und Gefummel angesehen hat, bis der Oktopus gefunden, losgemacht und rübergereicht wurde und wie dann an diesem kurzen Schlauch versucht wurde eine Strecke zu schwimmen, der fragt sich warum dieses System noch nie modifiziert wurde. Tatsächlich lehren einige Verbände, wie zum Beispiel SSI, den primären Automaten zum Empfänger zu geben und den Oktopus selbst zu benutzen Beim technischem Tauchen ist der Oktopus kein minderwertiger Automat. Es gibt nur vernünftige Hochleistungsautomaten bei dieser Sportart. Wir reden vom primären Automaten, das ist der, aus dem der Taucher atmet und dem sekundären, oder Backup-Automaten. Der primäre Automat hat einen verlängerten Schlauch, mit einer Länge von 2,10m. Wenn ausschliesslich im Freiwasser getaucht wird, kann auch eine Länge von 1,5m verwendet werden. Wozu der lange Schlauch (engl. long hose) ? In einer OOA-Situation gibt der Spender dem Empfänger seinen Automaten aus dem Mund und durch den langen Schlauch können beide Taucher auch durch Verengungen hindurch gefahrlos zurücktauchen. Dabei schwimmt der Spender immer hinter dem Empfänger. Das wichtigste in einer OOA-Situation, dass der Empänger SOFORT einen 100% FUNKTIONIERENDEN Automaten erhält. Dies kann man ehrlicherweise nur garantieren, wenn man Ihm den Automaten gibt, den man eben noch selbst geatmet hat. In extremen OOA-Situationen würde der Empfänger diesen eh aus dem Mund des Spenders reissen.

6 Warum wird der lange Schlauch nicht mit Gummibändern an der Flasche festgemacht ?
Zunächst einmal, weil er sich dann z.B. in einem Wrack irgendwo verheddern kann. Ferner dauert es ca 5-20 Sekunden, bis der Schlauch rausgezogen ist. Wer das nicht glaubt, sollte einfach mal einen solch aufegrödelten Taucher bitten Ihm den Automaten zu geben. Diese Zeit ist viel zu lang in einer OOA-Situation..

7 Ist es nicht gefährlich seinen Hauptautomaten wegzugeben ?
Naja, wenn das für den Geber schon gefährlich sein soll, wie soll es dann für den Empfänger sein. Merke: Das OBERSTE GEBOT ist es, den OOA-Taucher SOFORT mit einem FUNKTIONIERENDEM Automaten zu versorgen. Meist hat dieser Taucher die Luftnot ja schon ein paar Sekunden lang, während der Spender in aller Ruhe nach seinem Backup tasten kann.

8 Wie ist die Schlauchführung des primären Automaten ?
Der lange Schlauch geht von der rechten!!! ersten Stufe senkrecht nach unten weg, am Wing entlang und dann unter der Kanisterlampe durch (befindet sich an der rechten Seite am Bauchgurt) über die Brust quer nach oben, hinten um den Hals herum und kommt dann von rechts in den Mund. Das klingt zunächst komplizierter als es ist. Durch diese Tatsache ergeben sich aber schon Hinweise auf einige andere Dinge, z.B. wo die primäre Lampe sein muß und warum rechts im Normalfall keine Stagetanks getragen werden. !

9 Kann man sich mit dem langen Schlauch nicht strangulieren ?
Nein, diese Gefahr besteht nicht. In dem Moment, wo man den primären Automaten mit der rechten Hand aus dem Mund nimmt und dem Empfänger anbietet, ist eine fliessende kombinierte Kopf/Handbewegung um den Schlauch um den Kopf zu bekommen. Selbst, wenn der Empfänger den Automaten aus dem Mund reisst, muss man lediglich das Kinn auf dei Brust nehmen und der Schlauch rutscht über den Kopf. Es sei denn, man hätte einen Helm auf. Dort wird sich der Schlauch garantiert verfangen. Dies ist einer der Gründe, warum DIR-Taucher keine Helme aufhaben.!


10 Warum ist der lange Schlauch an der rechten ersten Stufe ?
Wenn der OOA-Taucher vor einem im Wrack oder Hoehle schwimmt und man selbst mit seinem Ventil an der Decke lang-schrabbelt, kann es sein, dass man sich ein Ventil an der Decke zudreht. Dies kann, durch die Drehrichtung bedingt, nur das linke Ventil sein ! Also dreht man sich seinen Backup-Automaten zu, es bleibt jedoch gewährleistet, dass der OOA-Taucher vor einem sein Gas bekommt. Man selbst kann sich ja das Ventil wieder aufdrehen. Viele argumentieren jetzt: Ja, aber wenn ich dann also Standardmässig aus der rechten ersten Stufe atme und in einer Hoehle tauche, merke ich ja gar nicht, dass ich mir evtl. den Backup an der Decke zudrehe. Das stimmt auf den ersten Blick, aber den Fini befindet sich an der linken Flasche und daher erkannt man sehr schnell, wenn das Ventil sich zudreht..

11 Wie wird der Backup-Automat konfiguriert ?
Der Backupautomat sollte ebenfalls ein hochwertiger Downstreamautomat sein. Die erste Sufe ist an der linken Flasche befestigt, von dort geht der Automat hinter den Schultern, quasi entlang der Brücke nach rechts um, von rechts kommend, dann an einem Gummischlauch um den Hals getragen zu werden. Hierzu muss meist ein kuerzerer Mitteldruckschlauch besorgt werden, damit die Schlauchführung kompakt und ohne Schlaufenstattfindet. Mit einiger Übung ist es möglich, den Backupautomaten ohne Zuhilfenahme der Hände, nur mit dem Mund zu greifen und zu verwenden!

12 Warum benötigt man eine Absperrbrücke ?
Die Absperrbrücke (Isolation Manifold) wird von den einen geliebt, von der anderen gehasst. Ich habe das Tauchen mit Doppelflaschen ohne Brücke als erstes gelernt und bin erst später zur Brücke gekommen. Ich möchte Sie nicht mehr missen ! Alleine schon das lästige Wechseln der Automaten auf der Tiefe empfand ich immer als störend. Es gibt natürlich Tauchanwendungen, bei denen eine Brücke obsolet ist, z.B. bei Side-Mount-Tauchgängen, bei hochalpinen Höhlen, wo die Flaschen einzeln transportiert werden, oder in fast ausschliesslichen Trockenhöhlen, wie Sie z.B. in der schwäbischen Alb zu finden sind. Aber aus diesen Spezialdisziplinen zu schliessen, daß eine Brücke generell abzulehnen sei wäre sicher falsch. Alleine die obige Diskussion über den Einsatz eines langen Schlauches würde dann die Frage aufwerfen, ob dann an jeder Flasche ein Backup- und ein primärer Automat mit langen Schlauch zu finden wären. Das wäre sicher ätzend. Die Brücke stellt sicher, daß beide Flaschen gleichmässig leergeatmet werden. Beim Auftreten eines Gasverlustes wird die Brücke gesperrt und die fehlerhafte Seite geschlossen. Natürlich ist diese Brücke per se ein Gefahrenpunkt, allerdings wurde erst einmal ein schwerer Unfall mit Brücke berichtet. Im Atlakntik wurde ein Mann von einem Atom-U-Boot gestriffen und dadurch seine Brücke beschädigt. ;-)
Auch in einer OOA-Situation hat die Brücke unbestreitbare Vorteile, da der Spendervorrat bis zu diesem Punkt gleichmässig leergeatmet wurde und auch weiter leergeatmet wird. Die Brücke wird immer, genau wie die anderen Ventile bis zum Anschlag geöffnet. Damit gibt es unter Wasser keine Verwirrungen, welche Drehrichtung schliesst und welche öffnet..

13 Warum sind die Stage-Tanks meist alle links ?
Es kommen fast aussschliesslich Aluminium Stage-, bzw. Dekoflaschen zum Einsatz. Diese sind unter Wasser annähernd neutral und von daher ist es kein Problem diese auf der linken Seite zu tragen. Meist wird erst bei mehr als 3-5 Flaschen auch rechts begonnen Flaschen zu tragen. Da sich aber rechts durch die Lampe kein D-Ring befindet, bedarf es einer besonderen Technik. Die Stages links haben den Vorteil, dass Sie den langen Schlauch frei entfaltbar lassen und beim scootern nicht mit dem Sccoter interferieren. Dieser befindet sich ja meist rechts unter dem Taucher. Dieser kann nun z.B. in voller Fahrt die Stages bedienen, etc. Eine schlechte Schwimmlage ist bei Verwendung von Wings ohne sogenannte Bungie-Schnüre nicht festzustellen. Siehe auch "Welche Flaschen ?".
Bild von Tamara Kendel bei unserem TG in der Forty Fathom Grotto mit 2 mal 40cuft ALU-Stages.

14 Welche Wings und Backplates sind geeignet ?
Die sogenannten TECH-Jackets der führenden Anbieter sind für ernsthafte technische Tauchgänge fast nicht geeignet. Meist kommt eine Rückenplatte aus rostfreiem Edelstahl zum Einsatz. Daran befindet sich ein "Harness" aus einem Gewebeband. An den Schultern gibt es keine Schnellverschlüsse, da diese kaputt gehen könnten. D-Ringe befinden sich an den Schultern und links an der Hüfte, 3 Stück reichen also aus.Die Lampe wird rechts auf den Bauchgurt geschoben und durch die Metallschnalle des Bauchgurtes beim draufschieben gesichert. Viele Taucher sichern die Lampe aber durch eine Extraschnalle, damit Sie zum Beispiel im Meer, bevor Sie aufs Boot klettern das Rückenpaket ablegen können, ohne dass Sie die Lampe verlieren. Ein Schrittgurt ist bei Doppelflaschen eigentlich unabdingbar. Es befindet sich an diesem vorne ein D-Ring zum Scootern und hinten ein D-Ring für Hebesäcke, etc. Wichtig sind breite, stabile Gurte. Diese werden bei heftigen Gebrauch nach 1-2 Jahren verschlissen sein. Gute Backplates gibt es von vielen Herstellern, wie z.B. OMS, Halcyon, AUL, etc. Evtl. müssen diese noch etwas modifiziert werden. Als Auftriebskörper kommen sogenannte Standrwings zum Einsatz. Diese sollten eine dem Zweck angemessenen Auftrieb haben. Der DIR-Taucher taucht nie wie eine Blei-Ente, es sind also keine Doppelwings mit 100Litern Auftrieb notwendig. Die 55Pfund-Wings sind auch für Doppel-20 ausreichend. Die meisten verwenden die 45Pfund-Variante. Wichtig ist, daß diese KEINEN Schnellablass am Inflatoranschluß haben. Ich selbst habe schon mindestens 3 Fast-Unfälle durch solche Schnellablässe gesehen ! Es gibt nur einen Schnellablaß mit integriertem Überdruckventil unten an der Basis des Wings. Hieran darf sich nur eine kurze Schnur mit Knoten, aber kein Bommel befinden, der sich irgwndwo verheddert und das Ventil oeffnet. Das Wings ist innen mit einem LKW-Schlauch gegen Punktion verstärkt und der Inflator gegen disconnectieren geschützt. Ein gutes kommerzielles Beispiel ist hier das Halcyon-Wing, oder ein modifiziertes Dive-Rite Classic. Die OMS-Wings, oder die DiveRite SuperWings sind hier weniger geeignet, da damit in dieser Konfiguration keine gute Schwimmlage zu erzielen ist. Ferner sind die Bungie-Schnüre oft so fest, dass man diese Wings mit der Lunge nicht mehr füllen kann. Bei einem Gasverlust wird durch diese Gummizüge der Gasverlust auch katastrophal beschleunigt. Der vermeintliche Vorteil des geringeren Wasserwiderstandes ist in der Praxis nicht erkennbar. Gute Standardwings gehen quasi nicht kaputt und der Taucher ist soweit austariert, dass er im Versagensfall spätestens nach Abwurf der Lampe mit dem Trocki genug Auftrieb herstellen kann. Bilder auf meiner Equipment-Homepage

15 Maske
Eine einfache Maske ohne Schnickschnack mit guter Passform und wenig Volumen ist ideal. Hier kann der Taucher nach seinem Gusto auswählen. Eventuell sollte das Maskenband gegen ein Neoprenband getauscht werden, oder die losen Ränder mit Band abgewickelt werden um ein Hängenbleiben zu vermeiden. Eine Ersatzmaske sollte pro Team dabei sein, am Besten man probiert vorher aus, ob es ein Modell gibt, welchen allen im Team passt..

16 Welche Flaschen?
Auf dem Rücken werden üblicherweise in Verbindung mit Trockentauchanzügen Stahlflaschen verwendet. Meist ab Doppel-12 aufwärts, für die anspruchsvollen Tauchgänge bis Doppel-20. Bei Nass- oder Halbtrockenanzügen werden oft auch Doppel-80cuft Rückengeräte verwendet.
Als ventile werden meist DIN-Ventile eingesetzt..

17 Blei
bei Doppel-20 benötigt man mit einem Membrantrocki meist gar kein Blei mehr, bei sehr dicker Unterwäsche evtl noch 2-4kg. Die meisten DIR-Taucher verwenden sogenannte V-Weights, also Bleigewichte zwischen den Doppelpaketen.

18 Welcher Anzug ist der Richtige ?
In unseren Gefilden kommen hier nur Trockentauchanzüge in Frage. Zwecks der besseren Beweglichkeiten sind Trilaminattrockis mit Teleskoptorso sehr empfehlenswert. Ein guter Vertreter ist hier der DUI TLS350. Wenn es richtig eklig kalt wird haben Crush-Neopren-Trockis noch etwas mehr Reserve, sind aber wegen der zunehmenden Kompression in der Tiefe nicht ohne, da man oben für das Ding viel Blei mitnimmt und unten zieht es dann mächtig abwärts.
Am Trocki sollten links und recht auf der Seite der Oberschenkel Zusatztaschen angebracht werden. In Ihnen lässt sich der nötige Kleinkram, wie z.B. Wetnotes, etc. unterbringen. Eine angesetzte Kopfhaube bringt mehr Wärme, ist aber bei langem Tragen an Land ätzend. Den Anzug auf keinen Fall zu eng wählen, man muss ja unter Wasser z.B. an seine Ventile kommen. Als Unterzieher sollte ein Thinsulate dienen und darunter Funktionsunterwäsche. Belüftet wird mit Argon.

19 Wohin kommt das Finimeter ?
Der Fini (eigentlich das Fini) geht von der LINKEN ersten Stufe aus senkrecht nach unten und wird mit Cave-Schnur an einem Edelstahlkarabiner befestigt, welcher dann am linken Becken-D-Ring eingehängt wird. Warum aber an die linke Flasche ? Weil man dann beim abtauchen schon am nicht-sinkenden Flaschendruck merkt, daß die Absperrbrücke zu ist. Und warum nur ein Fini ? Weil es mir, solange die Brücke offen ist, zeigt wieviel Gesamtgasmenge mir zur Verfügung steht und sobald ich die Brücke absperre ich den Tauchgang sowieso beende. Ein zweites Finimeter ist also schlicht und einfach unnötig und wird daher weggelassen.

20 Primäre Lampe
Eigentlich gibt es nur minimale Voraussetzungen. Die Brenndauer sollte ausreichend sein. Bei der Mehrheit der Taucher bedeutet dies, daß 1-3h Stunden Brenndauer OK sind. Für die Helligkeit empfinde ich 50W HLX-Brenner als gute Lösung, dies hängt aber wiederum sehr von den Tauchplatzgegebenheiten ab. Die Lampe sollte auf den Bauchgurt nach rechts hinten geschoben werden und wird hier mit einer danach aufgeschobenen Bleigurtschnalle gesichert. Eine Elektronik in der Lampe ist nicht nötig, Bleigelakkus oder NiCd-Zellen sind üblich. Der Lampenkopf sollte mit einem sogenannten Goodman-Handle versehen sein. Der Lampenkopf ruht im Normalfall also auf dem linken Handrücken und man hat immer beide Hände frei. Bei der Deko, oder beim schreiben wird das Kabel um den Nacken gelegt und man hat eine gute Schreib-Funzel. Am Goodman-Griff wird mittels Cave-Line ein Edelstahlkarabiner befestigt um den Lampenkopf bei Nichtgebrauch an den rechten Brust-D-Ring zu clippen..

21 Backup-Lampen
Backuplampen sollten klein und extrem robust sein. Sie werden üblicherweise mit Alkalibatterien betrieben und werden je eine an jedem Schulter-D-Ring mittels Cave-Line und einem Edelstahlkarabiner befestigt. Ein gutes Beispiel für solche Funzeln sind die Barry Miller-Lights .

22 Ventile
Wichtig ist hier die unter-Wasser-Tauschbarkeit der Ventile. Hat man an der EAN50 Dekoflasche ein DIN-Ventil, dann sollte auch ein DIN an der O2-Dekoflasche sein. Nur dann habe ich die Chance unter Wasser den Automaten im Versagensfalle von einer Flasche an die andere zu schrauben
Die Frage lautet also nicht, welches Gewinde, sondern wieviel verschiedene ?? Antwort: So wenig wie möglich. Am besten alles DIN !

23 Bottom/Timer versus Computer
Wenn man wenig Geld ausgeben möchte und es einfach halten will, ist der Bottom-Timer die erste Wahl. Der Klassiker ist hier die Uwatec-Baureihe. Ich habe meist doch noch einen Computer dabei, weil ich aus technischen Gründen das Tauchprofil aufzeichnen möchte. Das Gepiepse unter Wasser nervt aber kollosal! Ein Bottom-Timer pro Taucher reicht meist aus, da eh im Team getaucht wird. Als Backup hat man ja noch seine Spool/Reel mit Hebesack und ne Uhr dabei. Ich verwende eine Casio-G-Shock, die ist billig und gut ablesbar.

24 Gasqualitäten
Für Sauerstoff kann man bei eigenen Flaschen sehr gut den technischen Sauerstoff verwenden, für Leihflaschen würde ich den medizinischen bevorzugen. Dies liegt am Handling der Gaslieferanten mit den Flaschen. Für die Edelgase reicht die Qualität 4.6 zum Mischen aus.
Die Preise gehen momentan deutlich nach unten und Helium sollte überall für <200 DM/50L zu haben sein. Sauerstoff kostet eh so gut wie nix.

25 Gase für Bottom und Deco
Es ist sinnvoll, hier gewisse Standardgemische zu verwenden, also z.B. 17/45, 13/55, 10/60, weil man damit zum einen eine einfache Logistik hat und man nach einigen TG´s die Dekopläne auswendig kennt. Wichtig ist ein hoher Helium-Anteil. Prinzipiell sollte Helium nicht in homöpthatischen Dosen eingesetzt werden und darunter ist alles mit weniger als 30% zu sehen. Die maximale END betraegt 30m, meist sogar weniger. Der pO2 auf der Tiefe max 1.4, der Trend aber eher zu 1.2 !!
Für die Dekompression werden die Gase 35/30,EAN50 und 100% O2 eingesetzt, meist reichen aber die beiden letztgenannten aus. Siehe hierzu auch meinen Artikel über praktische Dekompression.

26 Verbindungstechniken, Kabelbinder, Metall-Metall-Verbindungen
Wer dauerhafte Karabiner möchte, kauft nur Edelstahl, kostet aber ein paar Mark. Es werden im Allgemeinen nur sogenannte Bolt-Snaps mit grossem Auge verwendet. Hierdurch können diese besser mit dicken Handschuhen gehandhabt werden. An den Stagetanks sind diese Karabiner mit SCHNUR befestigt, damit man zur Not die Flaschen auch abschneiden kann. Ein D-Ring an der Flasche, mit einen sog. Doppelender an den D-Ring am Harness befestigt führt nicht nur zur Lärmbelästigung unter Wasser, er kann auch beim Scooter nicht richtig frei schwimmen und wenn sich die Sache mal oben löst und sich verdreht kann es passieren, dass der Tank abfaellt (habe ich noch nie gesehen), oder sich nicht mehr ohne Zange abnehmen lässt (das habe ich schon gesehen).
Die Backuplampen sollten NIEMALS mit Kabelbinder befestigt werden, da die Gefahr diese dann zu verlieren relativ hoch ist. Tamara Kendel hat mir berichtet, dass Sie bisher nur Backuplights mit Resten von Kabelbindern (oder ganz ohne) gefunden hat, aber noch nie eine verlorene Lampe mit Caveline dran. Also Schnur an die Lampe und Boltsnap dran.
Die einzige echte Sollbruchstelle ist der Boltsnap-Karabiner, der den primären Automat beim Nichtgebrauch an den rechten D-Ring klipst. Ich habe den KArabiner mit einem alten O-Ring festgemacht, andere nehmen duenne Kabelbinder. Somit ist sichergestellt, dass beim Versagen eines Stageautomaten sofort auf das Back-Gas zurückgewechselt werden kann. Ein beherzter Ruck oder Dreh genügt.

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